Die Ikone Pac-Man

Die Industrie der Computerspiele ist in den letzten Jahren immens gewachsen und viele der Helden aus den Spielen sind mehr als einfache Pixelfiguren. Doch während die heutigen Spiele immer teurer in der Produktion werden und immer aufwendiger, so schaffen es wenige Helden dauerhaft im Gedächtnis der Menschen zu bleiben. Dazu gehört mit Sicherheit der wackere Klempner Mario und auch der abenteuerlustige Sonic ist wohl jedem ein Begriff. Im Laufe der Jahre wurden diese Helden immer auf neue Abenteuer geschickt und inzwischen umfassen deren Spiele ganze Spielesammlungen. Umso erstaunlicher ist es, dass Pac-Man auch zu diesen Kultfiguren gehört und bis heute von vielen Spielern sehr verehrt wird. Doch wie schaffte es diese kleine Figur, welche eigentlich immer nur vor den gleichen vier Geistern entkommen muss, in diesen erlauchten Kreis der Videohelden?

Evolution

Auf den ersten Blick ist diese Ehre, welche Pac-Man errungen hat, schon sehr fragwürdig. Seine Abenteuer sind weder grafisch aufwendig gestaltet noch gab es in den vielen Remakes viele nennenswerte Änderungen im Spielablauf. Doch genau darin besteht der Sinn einer Kultfigur, denn alle Spieler wissen genau wofür Pac-Man eigentlich steht. Nehmen wir als Beispiel den Klempner Mario: Auf den ersten Blick bestreitet er immer neue Abenteuer und erforscht neue Welten. Doch im Kern der Sache ist er doch immer nur auf der Suche nach der Prinzessin, welche sich einmal mehr von Bowser hat entführen lassen. Auch die Abenteuer von Sonic sind da keine Ausnahme. Auch er hat seinen Erzfeind in Professor Robotnik und am Ende läuft alles darauf hinaus, dass der blaue Held entweder die Schergen des Professors ausschalten muss oder direkt gegen den Professor kämpfen muss. Pac-Man braucht alle diese Sachen nicht und so ist das Prinzip des Spiels stets das gleiche geblieben. Vor allem aber erschien Pac-Man in einer Zeit, als die Spieleindustrie noch in den Kinderschuhen steckte und das Spieleerlebnis inspirierte viele spätere Entwickler. Indirekt hat Pac-Man also vor allem den Status von heute, da es mehr als ein Symbol für die Computerindustrie angesehen wird.

Blaupause

Die Jagd von Pac-Man in dem ewigen Labyrinth hat vor allem den Machern von vielen Spielern geholfen ein Verständnis für die Psychologie der Spieler zu bekommen. So braucht man immer einen Helden mit dem man sich als Spieler identifizieren kann und wer ist liebenswürdiger als eine halbe Pizza? Außerdem braucht der Held eine Welt in der er sich bewegen kann und ein klares Ziel hat. Alles das hat Pac-Man, denn er kann sich überall in seinem Labyrinth bewegen und fleißig Früchte essen. Zuletzt braucht der Held auch immer einen Gegner nur das in diesem Fall vier Geister diese Fraktion darstellen. Zusammentreffen mit den Gegner ist dabei nicht zu empfehlen, da es zumeist das Ende für die Abenteuer von Pac-Man bedeutet. Auch wenn dieses Spielprinzip so einfach scheint, so sind alle diese Merkmale zum ersten Mal in Pac-Man so klar verarbeitet worden und deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass jeder den kleinen gelben Freund erkennt.